Das Tagebuch von Ente Pieps

von Marlene Gundendorfer (IMS Langenhart)

1.1.2016 – 10:17 Uhr
HILFE!!! Gestern am Abend war alles soooo laut! Unter all den bunten Lichtern am Himmel habe ich meine Mamma, meinen Papa und meine sieben Geschwister verloren. Schnief Schnief. Heul, heul.
Nun schwimme ich den ganzen Tag die Erla auf und ab. Was soll ich bloß tun? Ich bin doch noch so klein!

3.1.2016 – 18:45 Uhr
Es muss sich etwas ändern! Noch immer keine Spur von meiner Familie und ich habe einen Bärenhunger.

3.1.2016 – 19:01 Uhr
Ich habe einen Plan! Morgen in der Früh werde ich meine Watschler an Land setzen und eine Reise durch die Stadt wagen. Heute noch werde ich meine Sachen packen. Mama, Papa, ich komme!!!

4.1.2016 – 6:32 Uhr
Da ich eigentlich keine Sachen habe, hat das Packen gestern auch nicht sehr lange gedauert. Vor Aufregung bin ich heute schon sehr bald aufgewacht vielleicht jedoch auch nur wegen einer Forelle, die mich am Fuß gekitzelt hat. Auf jeden Fall kann es jetzt losgehen. Ich muss nur noch die Böschung hinauf watscheln und da komme ich dann in die Stadt. Hört sich doch ganz einfach an!

4.1.2016 – 6:47 Uhr
… Ich… ich… ich bin sprachlos! Ich habe in meinem ganzen Entenleben noch nie soooo viele Autos auf einmal gesehen. Ich muss zugeben, dass ich mir beim ersten Anblick ein bisschen in die Federn gemacht habe. Ich wünschte, Mama und Papa wären jetzt hier!

4.1.2016 – 11:02 Uhr
Mein erster Eindruck ist schon einmal ziemlich gut. Zwar gibt es noch keine Spur von meinen sieben älteren Geschwistern, doch die Stadt ist richtig schön! In den paar Stunden, die ich hier bin, war ich sogar schon in einem kleinen, wunderschönen Park. Dort stehen ein paar sehr große Bäume. Sogar einen kleinen Fluss mit vielen Fischen gibt es. Einfach traumhaft! Außerdem hat man eine super Aussicht auf ein riesiges, mit Wasser gefülltes Becken. Ich glaube die Leute, die hier wohnen, nennen es Freibad. Zusätzlich gibt es neben dem Park noch einen Beach-Volleyballplatz. Ich fühle mich hier schon richtig wohl.

4.1.2016 – 15:58 Uhr
Ich weiß endlich, wo ich bin, denn ich sehe eine Werbetafel mit der Aufschrift: „ICH love SANKT VALENTIN“, deshalb denke ich, dass ich in St. Herz-Valentin bin. Meine Familie habe ich leider noch immer nicht gefunden, doch so schnell werde ich nicht aufgeben!

5.1.2016 – 10:43 Uhr
Heute setze ich meine Reise sehr früh fort. Schon bald komme ich zu einem echt lustigen Haus. Es spuckt die verschiedensten Töne aus und spielt ganz viele Instrumente auf einmal. Ich denke, man nennt dieses Gebäude „Musikschule“. Keine Ahnung, wie das Haus all das lernen konnte. Aber wirklich, Respekt! Ich bin schon gespannt, was ich in St. Herz-Valentin noch alles entdecke!

5.1.2016- 18:17 Uhr
Zu Mittag komme ich zur IMS-Langenhart. Hier halte ich mich jedoch nicht sehr lange auf, denn es ist mir nicht sehr geheuer. So viele Kinderaugen, die mich alle anglotzen. Da suche ich lieber weiter nach meinen Eltern.

6.1.2016 – 12:26 Uhr
Am Vormittag watschle ich kurz beim Museum vorbei. Danach möchte ich in ein Restaurant, um dort Duck-Food zu essen. Kurz entschlossene betrete ich das China-Restaurant. Als ich beim Mittagsbuffet die Aufschrift „KNUSPRIGE ENTE“ lese, denke ich, das ist nur ein Scherz. Doch als mich die Restaurant-Besitzerin mit großen Augen anstarrt und noch dazu ein Messer in der Hand hält, nehme ich lieber Reißaus.

7.1.2016 -.8:51 Uhr
Ich bin am Boden zerstört!!! Wahrscheinlich werde ich meine Familie nie wieder sehen. Es ist zwar echt schön in St. Herz-Valentin, doch im Inneren habe ich immer gehofft meine Reise hätte ein Happy End!

7.1.2016 – 11:11 Uhr
Jetzt sitze ich alleine im Park und denke an meine Familie…
Na toll, jetzt höre ich auch schon ein Quaken, doch das ist sicher nur Einbildung! Nein, da ist es schon wieder! Und jetzt raschelt auch noch der Busch!? Könnte es wirklich sein, dass… JA! Sie sind es!!! Mama, Papa und all meine Geschwister!

7.1.2016 – 12:00 Uhr
Meine Familie erzählt mir, sie hätten mich schon überall gesucht. Ich bin sooo froh, endlich wieder bei ihnen zu sein! Mama erklärt mir außerdem, dass die Stadt nur St.Valentin heißt. Ich muss ihnen unbedingt alles erzählen und zeigen, doch vorher watscheln wir wieder gemeinsam zurück zur Erla. Ente gut, alles gut!!!

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